„Mucki-Bude am Friedhof“: FPÖ verlangt Aufklärung und sofortige Entfernung

16. Juni 2026 • Wien-Meidling

Die Errichtung einer Fitnessanlage am Meidlinger Friedhof sorgt weiterhin für Diskussionen. Die FPÖ Meidling kündigte an, das Projekt in der kommenden Bezirksvertretungssitzung zum Thema zu machen und eine offizielle Anfrage einzubringen. Die Freiheitlichen kritisieren insbesondere den Standort der Sportgeräte in unmittelbarer Nähe zu Gräbern und fordern deren raschen Abbau.

Für die Obfrau der FPÖ Meidling und EU-Abgeordnete Petra Steger überschreitet das Projekt eine klare Grenze. Ein Friedhof sei ein Ort der Trauer, des Gedenkens und der Stille. Die Umwandlung eines solchen Bereichs in eine Fitnesszone sei respektlos gegenüber Verstorbenen und deren Angehörigen.

„Es ist ein absoluter Wahnsinn, dass die SPÖ einen Ort der Trauer und der Stille in einen billigen Wurstelprater verwandelt. Anstatt sich um die echten Probleme der Meidlinger zu kümmern, inszenieren sich die roten Versager lieber als ‚Kasperl der Woche‘ auf den Gräbern unserer Ahnen“, kritisierte Steger.

Anfrage an Bezirksvertretung angekündigt

Die FPÖ will nun mit einer Anfrage in der Bezirksvertretung für Aufklärung sorgen. Dabei sollen unter anderem die Kosten des Projekts, die Entscheidungsgrundlagen sowie mögliche Gutachten zu Auswirkungen auf die Totenruhe und die Lärmbelastung offengelegt werden.

Kritik üben die Freiheitlichen auch daran, dass die gewählten Mandatare des Bezirks nach eigenen Angaben nicht in die Planung eingebunden gewesen seien.

„Wir wollen ganz genau wissen, wie viel Steuergeld für diesen rot-pinken Schildbürgerstreich verschwendet wurde. Dass die Bezirksvertretung über dieses Projekt im Vorfeld völlig im Dunkeln gelassen wurde, wirft viele Fragen auf“, erklärte FPÖ-Klubobmann Walter Asperl.

Forderung nach sofortigem Abbau

Für die FPÖ steht fest, dass die bereits aufgestellten Geräte wieder entfernt werden sollen. Die Wahrung der Totenruhe müsse Vorrang haben. Friedhöfe hätten eine besondere kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung und dürften nicht für politische Inszenierungen oder Freizeitprojekte zweckentfremdet werden.

„Wir werden diesen respektlosen Zirkus nicht unbeantwortet lassen und fordern die sofortige Entfernung dieser Mucki-Bude. Die Würde unserer Verstorbenen und der Respekt gegenüber trauernden Angehörigen müssen an erster Stelle stehen“, betonte Steger abschließend.

Ob die Stadt Wien beziehungsweise die Bezirksvorstehung auf die Kritik reagieren wird, bleibt abzuwarten. Spätestens in der kommenden Bezirksvertretungssitzung dürfte das umstrittene Projekt jedoch erneut für Diskussionen sorgen.

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